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Einblick in zahlreiche Projekte

Bürgerversammlung war trotz sommerlicher Hitze gut besucht

Trotz hochsommerlicher Temperaturen war das Nebenzimmer im Gasthaus Häuslbetz bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Haselbach am Freitag, 26. Juni gut gefüllt. Bürgermeister Simon Haas informierte die Bürgerinnen und Bürger zunächst im Rahmen seines Rechenschaftsberichts über die finanzielle Entwicklung der Gemeinde und gab anschließend einen ausführlichen Überblick über die laufenden und geplanten Projekte der kommenden Jahre. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Dorferneuerung, Nahwärmenetz, Kindertagesstätte und Infrastruktur.

Zu Beginn ging Haas auf die Haushaltslage der Gemeinde ein. Vor dem Hintergrund einer „generell katastrophalen“ kommunalen Finanzlage bezeichnete er die Situation Haselbachs als noch zufriedenstellend. Die im Haushalt vorgesehene Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 220.000 Euro sei „sehr vorsichtig kalkuliert“. Den mit Abstand größten Investitionsschwerpunkt bildet in diesem Jahr der Neubau der Kindertagesstätte St. Jakob. Mit rund fünf Millionen Euro entfällt nahezu die Hälfte des gesamten Gemeindehaushalts auf dieses Projekt.

Besonders hob der Bürgermeister die ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinde hervor. Sein Dank galt den Mitgliedern des Gemeinderates ebenso wie den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in Arbeitsgruppen und Projekten engagieren. Auch die kürzlich durchgeführte Gemeinderatsklausur bezeichnete Haas als ausgesprochen konstruktiv und intensiv. „Gemeinde funktioniert nicht nur als Institution, sondern braucht gerade im ländlichen Raum auch Gemeinschaft und Engagement. Zahlreiche Projekte zeigen, wie durch Zusammenhalt und Zusammenhelfen ein dauerhafter Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger geschaffen wird“, betonte er.

Als Leitfaden für die weitere Entwicklung der Gemeinde stellte Haas den Zukunftsprozess „Haselbach 2040“ sowie die geplante Dorferneuerung heraus. Diese bezeichnete er als „einen absoluten Glücksfall für die Gemeinde“. Die offizielle Anordnung der Dorferneuerung werde für Oktober erwartet. Für das Nahwärmenetz sowie die Sanierung der historischen Kirchhofmauer sei jedoch bereits der vorzeitige Maßnahmenbeginn bewilligt worden. Zu den wichtigsten Projekten innerhalb der Dorferneuerung zählten die Neugestaltung der Ortsmitte sowie die Einrichtung eines Hauses für Vereine im bisherigen Kindergartengebäude.

Den größten Gesprächsbedarf gab es beim Nahwärmenetz. Haas erläuterte, dass sich der ursprüngliche Bauzeitenplan aufgrund verschiedener äußerer Rahmenbedingungen und baulicher Verzögerungen etwas verschoben habe. Sobald ein belastbarer aktualisierter Zeitplan vorliege, werde dieser transparent gegenüber den Anschlussnehmern und der Öffentlichkeit kommuniziert. „Das Wichtigste ist, dass wir miteinander im Gespräch bleiben“, sagte der Bürgermeister.

Positiv entwickelte sich nach seinen Worten der Neubau der Kindertagesstätte St. Jakob, der planmäßig voranschreite. Als weiteres zentrales Zukunftsthema nannte Haas das seniorengerechte Wohnen. „Der Bedarf ist offensichtlich und dringend“, erklärte er. Deshalb werde sich die Gemeinde diesem Thema in der gerade begonnenen Wahlperiode verstärkt widmen.

Auch im Bereich Infrastruktur konnte der Bürgermeister über zahlreiche Maßnahmen berichten. So stehe der Glasfaserausbau kurz vor dem Abschluss. Verbliebene Probleme würden gegenüber der Telekom weiterhin mit Nachdruck verfolgt. Für das Feuerwehrgerätehaus Haselbach sollen aufgrund der bestehenden Platz- und Arbeitsschutzprobleme in einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe Lösungen erarbeitet werden. Darüber hinaus seien für dieses Jahr weitere Straßensanierungen, insbesondere im Außenbereich, vorgesehen.

Abgerundet wurde der Bericht durch einen Überblick über die laufenden Kleinprojekte der ILE Nord 23. Dazu gehören der bereits nahezu fertiggestellte Pumptrack, die interaktive Ortsbeschilderung sowie die Erweiterung des Naturerlebnispfades. Haas betonte, dass gerade diese Projekte nur durch ein erhebliches ehrenamtliches Engagement möglich würden.

Zum Abschluss der Bürgerversammlung warb der Bürgermeister für einen intensiven Austausch zwischen Gemeinde und Bürgerschaft. Eine gute Kommunikation sei Voraussetzung für das Gelingen der zahlreichen Vorhaben. Er ermunterte die Bürgerinnen und Bürger, sich regelmäßig über die verschiedenen Informationskanäle der Gemeinde – von der Tageszeitung über die Internetseite und die Muni-App bis hin zum Gemeindeboten und dem Instagram-Kanal – über die Entwicklung Haselbachs zu informieren.