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Aus dem Gemeinderat: Nachverdichtung wird begrenzt

Für ein Nachsteuern bei der Nachverdichtung hat sich der Haselbacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag ausgesprochen: Der erst vor wenigen Jahren neu aufgestellte Bebauungsplan „Kleinei und Höfling“ soll in Teilbereichen künftig keine größeren Mehrfamilienhäuser mehr zulassen. Außerdem befasste sich das Gremium mit dem Fortschritt beim Nahwärmenetz und den weiteren Schritten der Dorferneuerung Haselbach.

Eingehend diskutierte der Gemeinderat über die bauliche Entwicklung im Bereich der Tiefenbachstraße, Bergstraße und Lindenstraße. Mit der Neuaufstellung des Bebauungsplans im Jahr 2021 hatte die Gemeinde die Nutzung vorhandener Baulücken erleichtern und eine Mischung aus Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern ermöglichen wollen. Seither entstanden jedoch nahezu ausschließlich Gebäude mit vier oder sechs Wohnungen. Um die ursprünglich angestrebte Durchmischung zu erreichen, soll die weitere Bebauung dort stärker auf Ein- und Zweifamilienhäuser ausgerichtet werden.

„Gezielt nachsteuern“

Bürgermeister Simon Haas ordnete die geplante Änderung als Reaktion auf die tatsächliche Entwicklung ein: „Die Neuaufstellung war bei der Mobilisierung von Baulücken gewissermaßen zu erfolgreich.“ Entscheidend sei, die Entwicklung objektiv bewerten und „gezielt nachzusteuern“.

Nach ausführlicher Beratung fasste der Gemeinderat mit einer Gegenstimme den Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung. Auch eine spätere Grundstücksteilung soll keine zusätzlichen Wohnmöglichkeiten eröffnen. Ebenfalls mit einer Gegenstimme beschloss das Gremium eine Veränderungssperre, um die Planung während des Änderungsverfahrens abzusichern.

Heizwerk geht Mitte November in Betrieb

Beim Nahwärmenetz rückt die Inbetriebnahme des Heizwerks näher. Sie ist für den 16. und 17. November vorgesehen. Der erste Bauabschnitt steht vor dem Abschluss, während die Tiefbau- und Leitungsarbeiten im zweiten Abschnitt fortgesetzt werden. Dafür wird die bestehende Ampelregelung im Bereich der Kirchhofmauer in der Straubinger Straße verlängert. Nach intensiven Abstimmungsgesprächen mit den Projektbeteiligten verlaufen die Arbeiten inzwischen planmäßig und zielgerichtet, berichtete Haas.

Auch bei der umfassenden Dorferneuerung stehen im November wichtige Schritte an. Am 18. November sollen die örtlichen Vereine bei einem Workshop ihre Anforderungen an das geplante „Haus für Vereine“ und die Neugestaltung des Rathausplatzes konkretisieren. Die formale Anordnung der Dorferneuerung ist für den 20. November vorgesehen.

Über Fortschritte und Verzögerungen informierte der Bürgermeister beim Neubau des Hauses für Kinder. Eine Durchfeuchtung der Fußbodendämmung im Erdgeschoss hatte den Bauablauf verzögert; das Problem ist inzwischen beseitigt. Derzeit werde an der Fußbodenheizung im Erdgeschoss und an der Lüftungsanlage im Dachraum gearbeitet, erklärte der Bürgermeister. Die Inbetriebnahme ist weiterhin für das kommende Frühjahr geplant.

Arbeitsgruppen zu Feuerwehrhaus und Seniorenwohnen

Bei der Behandlung zweier Bauanträge erteilte der Gemeinderat jeweils das gemeindliche Einvernehmen. Dabei ging es um den Ersatzbau einer gewerblichen Lagerhalle mit Hackgutheizung sowie um den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses. Ohne größere Diskussion beschloss das Gremium außerdem den Räum- und Streuplan für den Winter 2026/2027 sowie den Sitzungskalender für das erste Halbjahr 2027.

Für das Feuerwehrgerätehaus untersucht eine Arbeitsgruppe unterdessen zwei grundsätzliche Lösungen: ein vollständiger Neubau und eine Erweiterung im Bestand. Die Arbeitsgruppe hatte bei ihrer ersten Sitzung am 15. Oktober zunächst die vorhandenen Mängel aufgenommen und erste Lösungsansätze erörtert. Vor dem nächsten Treffen Mitte Januar sollen die Rahmenbedingungen mit der Kommunalen Unfallversicherung und der Regierung von Niederbayern abgestimmt werden.

Als weiteres Zukunftsthema stand auch ein seniorengerechtes Wohnangebot in Haselbach auf der Tagesordnung: Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Generationenforum“ berichteten dazu über die Besichtigung zweier Einrichtungen mit unterschiedlichen Konzepten in Eslarn und Stallwang. Die gewonnenen Eindrücke sollen in die Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für ein örtliches Angebot einfließen. Abschließend zog Jugendsprecher Roland Fischl eine positive Bilanz des Ferienprogramms in den Sommerferien: Die Angebote der Vereine seien überwiegend sehr gut angenommen worden.