Mit einer Reihe von Weichenstellungen für zentrale Zukunftsprojekte hat sich der Haselbacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Juni, befasst. Im Mittelpunkt standen die umfassende Dorferneuerung, der Baufortschritt beim Nahwärmenetz und beim Neubau der Kindertagesstätte St. Jakob sowie die Ergebnisse der Klausurtagung des Gemeinderates. Darüber hinaus beschloss das Gremium eine Anpassung der Hundesteuer zum 1. Januar 2027.
Einen breiten Raum nahm die Beratung über die weitere Vorgehensweise bei der umfassenden Dorferneuerung ein. Bürgermeister Simon Haas informierte über die jüngsten Abstimmungen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Gemeinsam mit Vertretern der Fachbehörde wurde die Verkehrssituation im Bereich der Einmündung der Bahnhofstraße in die Straubinger Straße untersucht. Dabei empfahl das ALE, auf einen isolierten Förderantrag im kommenden ELER-Antragslauf zu verzichten und stattdessen die bestehenden Planungen in ein umfassendes Gesamtkonzept der Dorferneuerung einzubetten.
Infoversammlung zur Dorferneuerung im September
Nach Auskunft des ALE wird die Anordnung des Dorferneuerungsverfahrens bereits im Oktober dieses Jahres erwartet. Bereits im September soll die Bevölkerung im Rahmen einer Bürgerversammlung über den aktuellen Planungsstand informiert werden. Der Gemeinderat folgte der Empfehlung der Verwaltung und beauftragte diese, die vorgeschlagenen Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung weiterzuverfolgen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Sachstandsbericht zum Nahwärmenetz im Ortskern. Der weitere Bauablauf wurde nach kleineren Verzögerungen angepasst. Ziel bleibt es, den Hochbau des Heizwerks vor der Sommerpause weitgehend fertigzustellen. Durch die Sperrung der Bundesstraße B20 müsse die Querung der Staatsstraße 2140 mit der Leitungstrasse voraussichtlich auf Ende September verschoben werden.
Hundesteuer wird angehoben
Positiv fiel der Bericht zum Neubau der Kindertagesstätte St. Jakob aus. Nach Angaben der Verwaltung liegen die Arbeiten weiterhin im Zeitplan. Derzeit laufen insbesondere die Gewerke Elektroinstallation, Heizung-Lüftung-Sanitär, Trockenbau sowie die Arbeiten an der Pfosten-Riegel-Fassade parallel. In den kommenden Wochen soll zudem der Fassadenbauer mit den Arbeiten beginnen.
Intensiv diskutierte der Gemeinderat außerdem die Neufassung der gemeindlichen Hundesteuersatzung. Hintergrund sind die seit vielen Jahren unveränderten und im Landkreis vergleichsweise niedrigen Steuersätze sowie gestiegene Aufwendungen der Gemeinde. In der Beratung wurde insbesondere auf die zusätzlichen Kosten für die Aufstellung und Unterhaltung weiterer Hundekot-Abfallsammler sowie die Entsorgung hingewiesen.
Nach ausführlicher Diskussion wich das Gremium teilweise vom Verwaltungsvorschlag ab. Künftig beträgt die Steuer für den ersten Hund 35 Euro jährlich und liegt damit weiterhin unter dem Landkreisdurchschnitt. Für den zweiten Hund werden künftig 60 Euro fällig, für den dritten und jeden weiteren Hund 80 Euro. Die Steuer für Kampfhunde wurde auf 180 Euro festgesetzt. Die neue Satzung tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft.
Ergebnisse der Gemeinderatsklausur
Zum Abschluss informierte Bürgermeister Haas über die Ergebnisse der zweitägigen Gemeinderatsklausur im Kloster Plankstetten. Einen Schwerpunkt bildete dabei erneut die Dorferneuerung mit der Priorisierung der anstehenden Maßnahmen. Daneben befasste sich das Gremium mit den Perspektiven für seniorengerechtes Wohnen und der Weiterentwicklung des Quartiersmanagements zum interkommunalen Generationenforum.
Weitere Themen waren die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses Haselbach, die Nachnutzung des bisherigen Krippengebäudes nach Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte, die Weiterentwicklung der kommunalen Öffentlichkeitsarbeit, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Priorisierung künftiger Straßenbaumaßnahmen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die erarbeiteten Maßnahmen in den kommenden Monaten schrittweise dem Gemeinderat zur Beratung und Umsetzung vorzulegen.
Ergänzend informierte der Bürgermeister über den Stand der ILE-Kleinprojekte. Sowohl der Pumptrack am erweiterten Sportgelände als auch die interaktive Ortsbeschilderung sollen planmäßig bis Ende September fertiggestellt werden. Außerdem berichtete er über die Planungen zur Ganztagesbetreuung an der Grundschule sowie über den aktuellen Stand des Generationenforums, das gemeinsam mit den Gemeinden Mitterfels, Haibach, Rattiszell und Wiesenfelden vorbereitet wird und nach Auslaufen der Förderung für das Quartiersmanagement Anfang 2027 starten soll.
